Bekenntnisse eines Bürgers
Michael Grosse liest aus dem Roman von SÁNDOR MÁRAI
In Ungarn hatte Márai die Publikation seiner Werke für die Zeit untersagt, „solange die russische Besatzungsarmee sich dort aufhält”. Im vereinigten Deutschland versuchte Hans Skirecki vergeblich, zwölf renomierte, literarisch kompetente Verlage mit Textproben und Gutachten für Márais autobiographigraphischen Roman „Bekenntnisse eines Bürgers” vom Rang des Autors zu überzeugen. Allein der Verleger eines Ein-Mann-Unternehmens ließ sich davon beeindrucken. Der Roman wurde 1999 zum „Buch des Jahres”…
„Ich war Bürger… und ich bin es heute, alt und in fremder Heimat. Bürger zu sein, das war für mich nie eine Klassenstellung – ich hielt es immer für eine Berufung.” Als sich die politische Wende in Ungarn andeutet, hat Sándor Márai seinen Revolver schon gekauft…